Probeführerscheinbesitzer aufgepasst!

Der Führerschein auf Probe ist kein Provisorium, sondern ein Führerschein, der lebenslange Gültigkeit besitzt. Die Probezeit beginnt mit der Erteilung der ersten Fahrerlaubnis in den Motorradklassen A oder A1 und in der Pkw-Klasse B.

In der Probezeit sollen Fahranfänger ermutigt werden, besonders vorsichtig und ver-antwortungsvoll Erfahrungen zu sammeln. Wegen der weit überdurchschnittlichen Unfallbeteiligung junger Fahranfänger am gesamten Unfallgeschehen soll der Führer-schein auf Probe neben einer Reihe anderer Maßnahmen auch dazu beitragen, junge Fahrerinnen und Fahrer vor schwerem Schaden zu bewahren.

Probezeit verlängert sich auf vier Jahre, wenn ....

Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Wird jedoch ein erheblicher Verstoß (z. B. bei Rot über die Kreuzung) begangen und ein Aufbauseminar angeordnet, verlängert sich die Probezeit von zwei auf vier Jahre.

Aufbauseminare

Das Aufbauseminar ist kein Fahrschulunterricht. In vier Sitzungen zu je 135 Minuten sollen die jeweils 6 bis 12 Teilnehmer eines Seminars durch gemeinsamen Erfah-rungsaustausch und Analysen ihres bisherigen Verhaltens lernen, wie sie Unfall-risiken künftig vermindern können. Hinzu kommt eine Fahrprobe (natürlich keine prüfungsähnliche Fahrt) innerhalb einer Fahrgruppe von drei Probeführerschein-besitzern, die der Beobachtung des gegenseitigen Fahrverhaltens dient. Kommt es nach der Teilnahme an einem Aufbauseminar zu einem weiteren schwerwiegenden oder zwei weniger schwerwiegenden Verstößen, kann eine verkehrs-psychologische Beratung wahrgenommen werden. Kommt es dennoch zu neuen Auffälligkeiten, wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Zentralvergabestelle

Wer eine Aufforderung zu einem Aufbauseminar erhalten hat, kann sich über die Zentralvergabestelle des LandesFahrlehrerverbandes Bremen e. V. schnell eine qualifizierte Fahrschule nennen lassen.

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